Apotheke der Ureinwohner

Vor dem Aussterben gerettet- die Drachenbäume La Palmas

Die Drachenbäume von La Tosca - Dorf der Giganten

Drago Gemelos in Brena Alta

Hinter dem Ortskern von Barlovento, an der Nordroute LP 1, befindet sich der Mirador de La Tosca. Aus ca. 700 Metern Höhe blickt man in das Tal der Drachenbäume und die Dörfer La Tosca, La Palmita und Gallegos. Die Geschichte La Palmas wird an diesen ursprünglichen Orten lebendig.

 

Heilige Bäume der Ureinwohner

 

Insbesondere für die Ureinwohner, die Benahoaritas, waren die Drachenbäume Teil ihres Lebensalltags. Sie nutzten sie nicht nur als Apotheke, sondern verwendeten Rinde und Blätter als Viehfutter. Das aus der Rinde angezapfte „Blut“ der Dragos war Heilmittel und Lebenselixier zugleich.

Wie die Drachenbäume verwendet wurden ist in Belmaco, dem Freilichtmuseum, genauestens dargestellt. Ein Besuch dort, zeigt die Lebensweise der Ureinwohner.

 

Dem Himmel so nah

 

Bis zu 20 Meter hoch kann ein Drachenbaum in den Himmel ragen. Ein Drago hat keine Jahresringe, deshalb sind nur Schätzungen möglich.

Die ältesten Exemplare werden auf etwa 600 - 800 Jahre geschätzt. Sie bilden oft lange Luftwurzeln. Auf der ganzen Insel findet man noch mehr Exemplare, wie in Brena Alta die bekannten Zwillingsbäume: Dragos Gemelos.

Eingebettet in die wunderbare Landschaft des Nordens entdeckt man in Las Tricias/ Buracas riesige Drachenbäume.

Aus unterschiedlichen Höhen betrachtet,wird der Blick auf die heiligen Bäume in Puntagorda und Mazo, gelenkt.

 

Vor dem Aussterben gerettet

 

Die spanischen Eroberer erkannten die Vorzüge des Drachenbaums schnell und haben die Riesen fast ausgerottet.

Anstatt die Bäume anzuzapfen, was zu mühsam für sie war, hat man sie kurzerhand „umgehauen“.

Dieser wirtschaftliche „Kahlschlag“ ließ den Drago fast ausbluten und der Bestand ging dramatisch zurück.

 

Biosphärenreservat seit April 2003

 

Der Naturschutz kam mit dem Biosphären-Reservat auf die Isla Bonita und rettete das Leben des Drachenbaums.

Bereits seit 1983 wurden 511 Hektar des Lorbeerwaldes von Los Tilos als Reservat ausgewiesen.

1997 folgte die Erweiterung des Gebietes auf 13.420 Hektar.

Seit dem 21.4.2003 steht die gesamte Insel unter dem Schutz der UNESCO.

 

Solch eine Chance erhalten wenige Plätze auf dieser Welt.

Die heutigen „Inseleroberer“ sollten daran denken, das diese Auszeichnung nicht von den toll ausgebauten Straßen oder den schicken Hotels und Ferienwohnungen kommt..............

 

Es liegt an uns was wir daraus machen, damit uns der Glaube an das „Besondere“ erhalten bleibt.

 

 

 

 

Ich danke Mathias Siebold für die Information über das Biosphären-Reservat.

 

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Star im Biosphärenreservat- der Drachenbaum

Heiliges Lebenselixier - Jahrhunderte alte Dragos