Die Höhlen von Belmaco

Freilichtmuseum Belmaco

La Palma – eine historische Kostbarkeit

 

Inselurlaub ist stets etwas besonderes. Auf La Palma, das können sicher alle bestätigen die schon einmal dort waren, weht der Wind des Zeitgeistes an vielen Orten.

Einer davon ist in den Höhlen von Belmaco zu finden.

Auf dem gesamten Gelände befinden sich Info-Tafeln, um zu erfahren, welchen Naturgewalten die Einwohner ausgesetzt waren und wie mühsam die Suche nach Nahrung war.

 

In den Höhlen von Belmaco öffnet sich das Zeitfenster auf geheimnisvolle Weise

 

Wenn man das zerklüftete Gelände betritt und in die felsigen Behausungen hineinschaut, öffnet sich der Blick in die Vergangenheit.

Die  Aussicht auf den Atlantik von den höher gelegenen Höhlen, haben die Urmenschen sicher nur in Verbindung mit Nahrung aus dem Meer verbunden.

Es war ihre Sommer-Nahrung. Wovon sie sich noch ernährten und wie sich alles entwickelt hat im Laufe der Jahrhunderte, zeigt der zeitliche Verlauf.

 

Mazo - ein Garten Eden am Meer

 

Mazo, auf der Ostseite der Insel gelegen, bot ihnen alles was sie zum Überleben brauchten.

Die große Vielfalt an Früchten, Samen und essbaren Wurzeln waren entscheidend für die Suche nach einem Wohnort. In Mazo gibt es bis heute Wolfsmilchgewächse, Heidelandschaften, Pinienwälder und viele Arten von Lorbeerbäumen. Die Benahoaritas verwerteten die gesamte Flora, welche sich für ihre Ernährung eignete.

Als Sommer-Nahrung diente ihnen alles was aus dem Meer kam. Nur ein paar Meter von ihren Höhlen entfernt. Die Natur schenkte ihnen alles was sie benötigten.

 

Wie alles begann

 

Im vierten Jahrhundert gab es erste Ansammlungen von Urmenschen im Osten und Norden von La Palma. Daraus entstanden Siedlungen.

 

Das zwölfte Jahrhundert war von Viehzucht geprägt. Allerdings existierte noch keine Landwirtschaft.

 

Kunsthandwerklich entwickelte sich im dreizehnten Jahrhundert die Keramik- Herstellung mit neuen Mustern und Techniken. Die Urzeitmenschen lebten ihre Begabung.

 

Die Eroberung La Palmas durch die kastilische Krone im vierzehnten Jahrhundert war nur schwer zu ertragen. Es dauerte über hundert Jahre bis die Anpassung und Integration an die Europäer und Ihrer Lebensweise möglich wurde.

Doch diese Eingliederung brachte den Aufschwung für den landwirtschaftlichen Anbau und den Handel mit Zuckerrohr.

 

Der Ausbruch des Vulkans von Los Llanos im fünfzehnten Jahrhundert, setzte dem geschäftlichen Treiben zunächst ein Ende. Nun kämpften die Menschen mit Naturgewalten.

 

Mitte des sechzehnten Jahrhunderts bescherte ein weiterer Ausbruch des Vulkans Tigalate erneut einen wirtschaftlichen Stillstand.

Die Vulkanausbrüche hatten aber auch Vorteile für den Weinanbau. Im siebzehnten Jahrhundert ersetzen Sie den Anbau von Zuckerrohr. Der Handel mit Wein war nun die größte Einnahmequelle der Insel.

 

Die Krise von Mitte siebzehntes bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts, bereitete dem Weinhandel jedoch ein jähes Ende. Piraterie und Zerstörung, welche englische Piraten auch über Tazacorte brachten, schwächten den ökonomischen Status.

Neue Orientierung kam mit der Farbstoffgewinnung aus der Koschenille. Der Schildlaus. Ende des achtzehnten Jahrhunderts.

 

Der neue Aufschwung gab den Menschen wieder Hoffnung. Gleichzeitig konzentrierte man sich auf den Bananen-Anbau, welcher schon seit dem neunten Jahrhundert bestand. Als Haupteinnahmequelle sorgt er bis heute für das Wohlergehen der Inselbewohner.

 

Die Eröffnung der Vergangenheit

 

Mit der Eröffnung des Belmaco Parks 1999 wurden die historischen Ereignisse La Palmas einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Durch Info-Tafeln auf dem gesamten Gelände, kann sich jeder Besucher ein authentisches Bild machen, wie die Urmenschen hier gelebt haben.

Die Benahoaritas standen zwar ganz am Anfang der Zeit, aber sie zeigen uns nach vielen Jahrhunderten immer noch in welcher Einfachheit der Alltag gemeistert werden kann.

 Und sie haben uns Schönes hinterlassen: Kunsthandwerk, wie Korbflechterei, Keramik-Herstellung oder einfacher Schmuck aus natürlichen Materialien.

 

Der Belmaco Park bestätigt, was heute noch für alle gilt:

 

Es sind die kleinen Taten, die unsere Welt verändern.

 

 Parque Arqueologico-Belmaco

Ctra.Hoyo de Mazo-Fuencaliente Km, 7

Tel. 922 44 00 90

Öffnungszeiten:

Montag - Samstag

10.00-18.00 Uhr

Donnerstags - 10.00-15.00 Uhr

Kein Ruhetag

 

 

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